Der Sinologe Prof. Dr. em. Bernd Eberstein erläutert in der Ausstellung „Zwiebelfische“ in Glückstadt die Systematik der chinesischen Schrift. Die Setzer von J. J. Augustin arbeiteten in einem sogenannten „Chinesischen Zirkel“, der aus sieben Segmenten mit aufgelegten, konisch zulaufenden Setzkästen besteht. Darin befinden sich gut 8.500 chinesische Schriftzeichen in Blei. Die Setzer konnten die Sprache nicht verstehen und setzten ausschließlich nach dem Schriftbild.

In der Fremdsprachensetzerei J. J. Augustin befinden sich derzeit drei „Chinesische Zirkel“. Ein viertes Prachtexemplar wurde vom Gutenberg-Museum in Mainz gekauft und ist dort in der asiatischen Abteilung zu bewundern. Der fünfte Zirkel steht als Leihgabe im Detlefen-Museum Glückstadt.

Zuguterletzt steht eine Frage im Raum: Was heißt Matjes auf chinesisch? Bernd Eberstein hat auch darauf eine Antwort…

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